Umstieg auf ein Seniorenhandy - wohin mit dem alten Handy?

25.11.2014

Nach Angaben des Informationszentrums Mobilfunk heben viele Handybesitzer ihr ausrangiertes Gerät auf, oftmals sogar mehrere. Viele geben an, für den Notfall lieber ein weiteres Gerät im Haus zu haben, falls das aktuelle Mobiltelefon streikt. Durchschnittlich wird ein Handy etwa zwei Jahre lang genutzt, bevor es ersetzt wird.

Abbildung 1: Die meisten Deutschen haben noch mindestens ein Altgerät in der Schublade.

Insbesondere wenn die Hör- und Sehleistung nachlässt, greifen viele Senioren zu einem Handy, das entsprechend auf diese Bedürfnisse zugeschnitten ist. Auf der Suche nach dem passenden Neugerät hilft der Handyfinder. Hier können ganz einfach die gewünschten Funktionen ausgewählt werden und es werden dazu passende Handys empfohlen.

Ist das Seniorenhandy angekommen, dann stellt sich die Frage – wohin nun mit dem Altgerät?

Wohin mit dem Altgerät?

Die richtige Entsorgung

Das Horten sogenannter “Schubladenhandys” findet nicht nur aus praktischen Gründen statt wie der Verfügbarkeit eines Notfalltelefons, sondern oft auch aus Unkenntnis über die Entsorgungsabläufe. Klar ist den meisten nur - das ausrangierte Handy gehört nicht in den Hausmüll.

Aufgrund der speziellen Komponenten eines Handys gehört es zum Sondermüll. Grundsätzlich fällt ein Handy wie alle Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik unter die Rubrik Elektroschrott und kann bei der Sperrmüllsammlung einfach mit vor die Tür gestellt werden. In der Regel müssen Elektrogeräte vor der Abholung allerdings angemeldet werden.

Das Gerät kann auch zu einer kommunalen Elektrosammelstelle gebracht werden. Aus dem Schrott werden dann im Recycling noch Rohstoffe gewonnen und wiederverwertet.

Viele Handy-Geschäfte bieten auch an, das Althandy kostenlos zurückzunehmen und an den Hersteller zu schicken. Das Verschicken kann auch selbst übernommen werden. In Deutschland allein werden pro Jahr etwa 400 Kilogramm Gold gewonnen, nur aus der Wiederverwertung von Mobilfunkgeräten.

Abbildung 2: In kaputten Handys sind noch wertvolle Rohstoffe verborgen, die wiederverwertet werden können.

Beitrag zum Umweltschutz - Spenden

Einige Netzbetreiber wie die Telekom, O2 oder E-Plus kooperieren mit Umweltschutzorganisationen wie NABU oder dem WWF und nehmen gebrauchte Handys kostenlos an. Pro Gerät spenden sie einen bestimmten Betrag an die Organisation, was aktuellen Projekten rund um den Naturschutz zugutekommt. Gerade für Geräte, die nicht mehr funktionstüchtig sind, ist das eine schöne Alternative zur Entsorgung über den Sperrmüll, denn so wird nicht nur das Altgerät in den Recyclingkreislauf zur Wiederverwertung gebracht, sondern auch Umweltschutzorganisationen direkt unterstützt.

Verschenken und Anderen eine Freude machen

Abbildung 3: Durch Recycling wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet

Der einfachste Weg ist natürlich das Verschenken an Freunde, Bekannte oder die Enkel. Gerade bei Enkeln sind die Eltern oft froh, kein neues Gerät kaufen zu müssen und wenn der Nachwuchs noch jung ist, legt er meist auch noch keinen so großen Wert auf die Marke oder Aktualität des Handys.

In Großstädten gibt es oft sogenannte Umsonstläden. Hier können nicht mehr benötigte Haushaltsgegenstände, Spielwaren oder Elektrogeräte abgegeben werden. Anschließend werden sie bedürftigen Menschen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Weiterverkauf

Ist das Handy noch funktionstüchtig, bietet sich in erster Linie natürlich ein Verkauf an, um noch etwas Geld dafür zu bekommen. Insbesondere Geräte, die noch nicht so alt sind, können oft noch gewinnbringend angeboten werden. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sämtliche Daten vom Gerät gelöscht werden und auch die Sim-Karte sollte entfernt werden.

Klassisch werden Handys im Bekanntenkreis weitergegeben oder in Kleinanzeigen angeboten. Letzteres hat allerdings den Nachteil, dass es gerade bei älteren Geräten eine Weile dauern kann, bis sich ein Käufer findet. Meistens möchten Interessenten das Handy vorab in Augenschein nehmen und so kann es passieren, dass sie sich doch anders entscheiden und der Verkäufer sich ganz umsonst Zeit nehmen musste.

Ein Verkauf über ein Internetportal ist da deutlich bequemer. Unter www.momox.de können alte Handys in Zahlung gegeben werden. Je nach Zustand des Geräts wird unmittelbar der angebotene Preis angegeben. Momox bietet darüber hinaus einen kostenlosen Abholservice an. Um einen Weiterverkauf zu gewährleisten, muss das Handy auf jeden Fall funktionstüchtig sein. Entspricht das eingesendete Altgerät nicht den Bedingungen, wird der Verkäufer per Mail darüber informiert und kann sich dann für oder gegen den Verkauf entscheiden. Sobald das Handy beim Anbieter eingegangen ist und der Zustand geprüft wurde, erhält der Verkäufer das Geld; er muss nicht auf einen erfolgreichen Wiederverkauf warten.

Bildernachweise: Abbildung 1: JESHOOTS pixabay.com © (CC0 1.0) Abbildung 2: MikroLogika commons.wikimedia © (CC BY-SA 3.0) Abbildung 3: jesslef pixabay.com © (CC0 1.0)