So akzeptiert auch die ältere Generation die Handytechnik

13.06.2015

Oma braucht ein Handy. Nicht etwa um modern oder up-to-date zu sein, sondern zu ihrer eigenen Sicherheit, denn wenn ihr unterwegs etwas passiert oder sie stürzt, kann sie in Windeseile Hilfe holen. Was aber, wenn Oma gar kein Handy möchte oder den Nutzen nicht sieht? Senioren, die auf diese Form der Kommunikation verzichten möchten, gibt es heute immer noch einige. Um die Akzeptanz oder vielmehr die aktive Nutzung altersgerecht zu bewerben, gibt es ein ganz einfaches Mittel: Senioren müssen die Vorteile neben dem Telefonieren erkennen.

Es ist letztlich eine Sache des Standpunktes: Wird ein Handy als “nützliches Gerät für den Notfall” tituliert, so ist es nichts weiter als ein Gehwagen oder ein Gehstock. Beide sind nützlich, wenn die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, aber “stolz” darauf ist kein Senior. Gründe für ein Seniorenhandy gibt es indes weitaus mehr. Ein Handy zu besitzen kann nämlich viel mehr als nur “nützlich” sein.

Diese drei Tipps können helfen, dem Handy zu einem größeren Stellenwert in der Seniorenwelt zu verschaffen.

Stolzer Senior mit Bild vom Enkel
Stolzer Senior mit Bild vom Enkel
  1. Senioren schwärmen oft mit Stolz von ihrer Familie, ihren Enkeln oder gar Urenkeln. Da kommt das Handy, das regelmäßig mit aktuellem Bildmaterial gefüttert wird und so zum mobilen Fotoalbum wird, gerade recht. Beim Seniorennachmittag, beim Kaffeekränzchen und zu jeder Gelegenheit im Kreis ihrer gleichaltrigen Freunde muss das Handy nun mit, denn schließlich wollen auch die Freunde sehen, wie die Urenkelin ihre ersten Schritte durch die Welt macht. Und schon wird das Handy zum festen Begleiter.
  2. Viele Senioren glauben, ohnehin nicht auf dem Handy kontaktiert zu werden - und lassen das mobile Telefon gerne in der Schublade zuhause liegen. Diesem Trend können Angehörige sehr gut entgegensteuern, wenn sie regelmäßig auf dem Handy anrufen - nicht um zu kontrollieren, sondern vielmehr um es als festen Bestandteil im Leben zu integrieren. Tipp: Klingelt das Handy dann mit dem Lieblingshit aus dem Musikantenstadel kann das die Akzeptanz des Geräts zusätzlich stärken.
  3. Ebenso kann es helfen, Senioren zur Mitnahme des Handys zu bewegen, wenn das Gerät einen Nutzen beispielsweise für ein geliebtes Hobby mit sich bringt. Die Fußball-Fans bleiben via Fußball-App immer auf dem Laufenden - auch wenn sie zu Kaffee und Kuchen bei der Familie eingeladen sind. Fehlt einmal ein Partner zum Bridge spielen, kann ein entsprechendes Handy-Spiel ebenfalls die menschliche Lücke füllen.

Trend-Report: die Launcher-App verwandelt Smartphones zum Senior-Phone

Wer nur mit gutem Zureden und jeder Menge Überredungskunst dazu gebracht werden kann, das Handy bei sich zu tragen, der legt keinen großen Wert auf die technischen Finessen des Gerätes. Andere wiederum brauchen zumindest die Grundausstattung, die auch in einem Smartphone zu finden ist. Nach den Zahlen aus dem D21-Digital-Index 2013 nutzen laut initiatived21.de knapp 80 Prozent der 50- bis 59-Jährigen das Internet, über 60 Prozent sind zwischen 60 und 69 Jahren noch online und in der Altersgruppe über 70 halten sich immerhin noch 30 Prozent im Internet auf. Wo Sie unterwegs sind? Oft begeben sie sich in sozialen Netzwerken auf die Suche nach alten und auch neuen Freundschaften.

Launcher-App verwandelt Smartphones zum Senior-Phone
Launcher-App verwandelt Smartphones zum Senior-Phone

Vor diesem Hintergrund fällt die Wahl vergleichsweise schwer, ob nun ein klassisches Seniorenhandy oder sein Senioren-Smartphone angeschafft werden soll. Doch je mehr Technik das Gerät bietet, desto aufwendiger und bediener-unfreundlicher wird auch die Oberfläche. Genau an dieser Stelle setzt nun die Launcher-App an. Die App ist kostenlos zu testen. Eine Alternative ist auch, in den Einstellungen des Smartphones zu kramen, um dort eine “einfache Bedienung” im Menü zu aktivieren.

Ein angepasster Lebensraum verhilft zu langwährender Selbstständigkeit

Ob ein Senior ein benutzerfreundliches Handy besitzt und dieses auch nutzt, hängt also letztlich auch davon ab, wie gut die Nutzbarkeit von Angehörigen und Freunden angepriesen wird. Das zeigt sich im Übrigen nicht nur bei der Handynutzung, sondern bei jeglichen Anpassungen des Lebensraums. Neben einer einfachen Nutzung ist auch Passgenauigkeit wichtig.

Im Folgenden sind nun einige Tipps zusammengestellt:

Treppen sind kein Hindernis Wer im Erdgeschoss wohnt, kann sich glücklich schätzen, denn das hilft gerade dann, wenn im Alter Knochen, Gelenke und Muskelkraft nicht mehr die volle Leistungsfähigkeit erbringen können. Wer keinen ebenerdigen Zugang in die eigenen vier Wände hat und durch Alter oder Krankheit oder durch eine eingeschränkte Mobilität gehandicapt ist, muss deswegen noch lange nicht umziehen. Hier finden Sie bei Bedarf Infos zu Marken, Anbietern und Herstellern von Treppenliften: http://www.treppenlift.net/hersteller
Bye, bye Stolperfallen Senioren müssen sich bei jeder Bewegung etwas mehr konzentrieren als die jüngere Generation. Stolperfallen in der Wohnung wie lose verlegte Teppiche und Läufer sollten aus der Wohnung entfernt werden. Diese kleine Maßnahme kann schwere Stürze verhindern.
Planung in jungen Jahren Wer in der Situation ist, sich sein Eigenheim selbst nach seinen individuellen Wünschen und Vorstellungen kreieren zu dürfen, tut gut daran, bereits in jungen Jahren ans Alter zu denken: Eine barrierefreie Badgestaltung, Geländer im Treppenaufgang und Lichtschalter, die gut zu erreichen sind, helfen dabei, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können.

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