Mit diesen 4 Tipps senken Senioren ihre Telefonkosten

26.04.2016

In Deutschland wurden zum 01. Juli 2015 mehr als 17,3 Millionen Renten wegen Alters gezahlt. Diese Zahlen gehen aus der Rentenbestandsstatistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hervor. Damit ist ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung Rentner – bzw. fällt in die Kategorie Senior. Das Bild vom Älterwerden hat sich in den letzten Jahren allerdings deutlich gewandelt. Gartenbank und Gehstock haben in vielen Fällen ausgedient. Wer heute zur “älteren” Generation gehört, ist nicht nur körperlich fit, auch geistig will man mit den jüngeren Arbeitnehmern noch mithalten. Das Ergebnis: Senioren werden zunehmend technikaffin.

Und gehören inzwischen auch zu jenem Personenkreis, für den ein Smartphone interessant ist. Das Verblüffende: Laut einer Untersuchung des Branchenverbands BITKOM nutzen auch Verbraucher ab 65 das Mobiltelefon durchaus zum:

  • Surfen im Internet
  • Aufnehmen von Fotos
  • Termine planen.

Damit ist eines klar: Auch Senioren gehören zu jenen Verbrauchern, für die Smartphone-Tarife interessant sind. Und auch ältere Nutzer stehen deshalb vor der Herausforderung, sich für die richtigen Tarifmodelle zu entscheiden. Wie spart man als Senior beim Thema Telefon?

Was sollte mein Handyvertrag können? Genau diese Frage sollte man sich mit dem Rentenalter wieder neu stellen. Ändern sich die persönlichen Bedürfnisse? Ist der Tarif fit dafür?
Was sollte mein Handyvertrag können? Genau diese Frage sollte man sich mit dem Rentenalter wieder neu stellen. Ändern sich die persönlichen Bedürfnisse? Ist der Tarif fit dafür?

Sind Flatrates wirklich sinnvoll?

Der Begriff Flatrate wird im Zusammenhang mit der Telefonie heute sehr oft benutzt. Gerade zu Beginn der mobilen Kommunikation war davon allerdings wenig zu spüren. Gespräche wurden nach Minuten abgerechnet und Kurznachrichten nach deren Anzahl. Inzwischen trifft man auf diese Form des Tarifmodells nur noch selten.

Das Gros der Verträge beruht auf der Flatrate. Charakteristisch ist hierfür, dass pro Monat ein pauschaler Grundpreis abgerechnet wird und der Handynutzer anschließend ohne Zusatzkosten telefonieren kann. Mögliche Ausnahmen ergeben sich beispielsweise für Sonderrufnummern. Aber: Die Flatrate gilt häufig nur für Gespräche ins Festnetz sowie ins Betreibernetz.

Für Anrufe in fremde Netze muss man unter Umständen nach wie vor etwas tiefer in die Tasche greifen. Bleibt die Frage, ob sich eine Flatrate für Senioren rechnet? Hier steht zuerst im Raum, wie stark man das Handy oder Smartphone im Alltag nutzt. Wer nur sehr wenig mobil telefoniert, fährt mit einem klassischen Tarifmodell unter Umständen günstiger. Wo das Smartphone inzwischen das Festnetztelefon ersetzt hat, rechnet sich auch die Flatrate. Eine gezielte Suche nach dem passenden Tarif ist auf jeden Fall anzuraten.

Kein Geld mehr für SMS bezahlen

Die SMS – oder Short Message Service – ist ein “Relikt” vergangener Tage. Zu Beginn der mobilen Kommunikation konnte man Telefonieren oder sich in 140 Zeichen mitteilen. Für die einzelne SMS fielen meist zweistellige Centbeträge an. Über die Jahre wurden nicht nur die Kosten niedriger. Spätestens seit es Smartphones am Markt gibt – und damit das mobile Surfen – hat die SMS starke Konkurrenz bekommen.

Die Rede ist von Messenger-Diensten, welche auf der Datenweiterleitung per mobilem Internet basieren. Einer der bekanntesten Vertreter ist hier sicherlich WhatsApp. Damit sind Nutzer nicht mehr an die Beschränkung von 140 Zeichen verbunden und können:

  • Bilder
  • Videos
  • Emoticons
  • Audiodateien

verschicken. Entsprechend der zunehmenden Verbreitung, welche diese Dienste erfahren, nimmt das Volumen der verschickten SMS ab. Letztere wird zwar als Funktion noch eine Weile zum Mobiltelefon gehören. Allerdings ist davon auszugehen, dass die SMS auf lange Sicht keine größere Bedeutung mehr haben wird – und man diesen Kostenfaktor eliminieren kann.

Surf-Flatrate – aufs Kleingedruckte achten

Ein sehr wichtiger Punkt betrifft heute das mobile Internet. Letzteres macht eine breite Anwendungspalette für Smartphones, wie:

  • E-Books lesen
  • Musik/Hörbücher/
  • Videos

erst möglich. Als Nutzer muss man sich hier aber im Klaren darüber sein, dass der Begriff Flatrate gewissen Einschränkungen unterliegt. Hintergrund: In modernen Handynetzen sind Übertragungsraten von 20 Mbit pro Sekunde und mehr möglich.

Surfen mit Highspeed wird seitens der Provider aber limitiert. Wer als Nutzer sehr große Datenvolumen in Anspruch nimmt, wird von den Anbietern relativ schnell ausgebremst. Die Übertragungsrate sinkt dramatisch - sehr zum Ärger vieler Nutzer. Eine Lösung ist das teure Nachbuchen von High Speed Volumen.

Wer dieses “Hindernis” aus dem Weg räumen will, greift zu einem entsprechend ausgestatteten Surftarif. Aber: Es gelten die gleichen Regeln wie für die Telefonieflatrate. Man sollte sich im Klaren sein, dass man das Volumen auch tatsächlich in Anspruch nimmt.

Sonderangebote und Special-Features

Seitens der Provider wird heute ein Potpourri verschiedener Serviceleistungen rund um den Mobilfunkvertrag angeboten. Die Palette reicht vom Virenscanner fürs Smartphone bis hin zur Handy-Versicherung oder einer Garantieverlängerung. Leider sind diese Zusatzoptionen oft nur in den ersten Wochen oder Monaten der Vertragslaufzeit kostenfrei.

Anschließend werden die Features durchaus teuer. Wer sich für Überraschungen schützen will, muss die Vertragsgestaltung der Provider im Hinblick auf solche Elemente sehr genau studieren. Ebenfalls immer wieder ein Thema sind Kosten, welche durch die Nutzung von einzelnen Apps entstehen. Hier kann man sich vor Abbuchungen, die man nicht autorisiert hat, nur durch eine Drittanbietersperre schützen. Letztere sorgt dafür, dass zukünftige Telefonrechnungen keine unangenehmen Erfahrungen bereithalten.

Zusätzlich sollte man darauf achten, welche Apps auf dem Mobiltelefon landen - und sich auch mit den Zugriffsrechten, welche die Anwendungen verlangen - auseinandersetzen.

Gemeinsam den nächsten Lebensabschnitt genießen - das eigene Smartphone sollte dabei kostentechnisch und auch vom Funktionsumfang her mitspielen. Neben speziellen Seniorenhandys gibt es oft auch entsprechende Tarife.
Gemeinsam den nächsten Lebensabschnitt genießen - das eigene Smartphone sollte dabei kostentechnisch und auch vom Funktionsumfang her mitspielen. Neben speziellen Seniorenhandys gibt es oft auch entsprechende Tarife.

Fazit: Auch Senioren können in die Kostenfalle tappen

Senioren sind heute viel unterwegs und haben auch nichts gegen die “moderne” Technik. Gerade PC und Smartphone sind der älteren Generation nicht mehr fremd. Wer wie Enkel lieber mit dem Handy statt dem Festnetzgerät telefoniert, muss sich auch für ein Vertragsmodell entscheiden. Natürlich geht es auch Senioren darum, Geld nicht einfach “zum Fenster rauszuwerfen”. Gerade beim Mobilfunkvertrag bieten sich heute ganz unterschiedliche Varianten an. Ob man mit einer Flatrate oder der Abrechnung nach Gesprächseinheiten günstig telefoniert, hängt letztlich von den persönlichen Rahmenbedingungen ab. Auf eines sollte man in jedem Fall achten – die Konditionen für die Internetnutzung. Wer sich hier für die falsche Variante entscheidet, muss mitunter tief ins Portemonnaie greifen.

Bildquellen:

  • Abbildung 1: © skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
  • Abbildung 2: © Gaertingen (CC0-Lizenz)/ pixabay.com