Im Blindflug durch das World Wide Web

19.06.2007 Menschen mit Handicap und zunehmend auch immer mehr Senioren (sog. "Silver Surfer") mit altersbedingten Einschränkungen, wie z. B. Sehschwächen, kompensieren ihre eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit oder Mobilität durch Aktivitäten im Internet. Barrierefreiheit spielt hierbei eine besondere Rolle für viele Betroffene. Denn was für viele Anwender so kinderleicht erscheint, kann für Menschen mit möglichen körperlichen Einschränkungen recht frustrierend sein. Ohne Internet scheint eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kaum noch denkbar. Im World Wide Web wird gearbeitet, geschrieben, recherchiert, kommuniziert - und wer an diesem riesigen Netzwerk nicht teilnimmt, wird isoliert oder fühlt sich nicht ausreichend informiert. "Ein Zugriff auf Informationen darf niemandem verwehrt werden." 'Barrierefreiheit' heißt: Die Hürden für Internet-User mit Handicap immer niedriger zu gestalten - sowohl für Menschen, die nicht so gut oder gar nicht sehen können, als auch für Menschen, die vielleicht nicht hören oder ihre Tastatur nicht bedienen können. Bund und einige Länder haben für ihre Ministerien und Behörden die Barrierefreiheit von Internetauftritten bereits gesetzlich vorgeschrieben. Viele Krankenkassen, Vereine und andere Organisationen sind freiwillig gefolgt. Barrierefreiheit wird zum neuen Qualitätsmerkmal für nahezu alle Internetauftritte werden. Zukünftig werden immer mehr Unternehmen "sinnvolle" barrierefreie Webseiten betreiben, die nicht nur angepasste Schriften beinhalten, sondern auch hinsichtlich Menüführung und Screenreader-Kompatibilität (Bildschirm-leseprogramme) mit Rücksicht auf gehandicapte Menschen programmiert sind. Und wer jetzt denkt, dass eine solche Seite an Attraktivität und Ästhetik verliert, der irrt.