Handys erhöhen das Risiko eines Gehirntumors nicht

12.04.2005 Wissenschafter der Danish Cancer Registry haben nachgewiesen, dass das Telefonieren mit Handys das Risiko eines Gehirntumors nicht erhöht. An der Studie nahmen mehr als 1.000 Personen teil. Die Autoren argumentieren, dass Langzeituntersuchungen noch immer erforderlich sind, da negative Auswirkungen in dem kurzen bisherigen Beobachtungszeitraum nicht ausgeschlossen werden können. Sie empfehlen den Einsatz von Hands-Free-Kits, um die Strahlungsbelastung des Gehirns zu verringern. Die Ergebnisse der so genannten Interphone Studie wurden in Neurology veröffentlicht. Michael Clark von der Health Protection Agency erklärte laut BBC, dass die Interphone Studie ähnliche Untersuchungen aus 13 Ländern versammle, die unter Umständen gemeinsam analysiert werden. Die Ergebnisse von weiteren 12 Studien sollen in den nächsten 18 Monaten vorliegen. Das Team um Christoffer Johansen untersuchte als Teil einer paneuropäischen Untersuchung die Sicherheit von Handys. Die Wissenschafter befragten 427 Patienten mit Gehirntumoren und 822 gesunde Teilnehmer zu ihrer Handynutzung. Zusätzlich wurden die Telefonrechnungen einiger Teilnehmer auf die Richtigkeit der Angaben hin überprüft. Die an Gehirntumoren Erkrankten hatten weder länger noch häufiger mit dem Handy telefoniert. Laut Johansen sei für endgültige Schlussfolgerungen die Einbeziehung von Langzeitergebnissen und starken Telefonnutzern erforderlich. "In unserer Studie gaben nur wenige Personen an, dass sie seit zehn oder mehr Jahren regelmäßig mit dem Handy telefonierten. Aus diesem Grund kennen wir nur einen Teil der Geschichte."