Handynutzung nicht für erhöhtes Krebsrisiko verantwortlich

07.12.2006 Die kurzfristige oder auch langfristige Nutzung von Handys steht mit keinem erhöhten Krebsrisiko in Zusammenhang. Zu diesem Befund ist eine groß angelegte, aktuelle dänische Studie gekommen. Die Ergebnisse der Studie, an der 420.095 Handybenutzer teilnahmen, ist im Journal of the National Cancer Institute erschienen. Die Wissenschafter untersuchten Daten von Personen, die teilweise seit 1982 ein Mobiltelefon benutzt hatten. Mehr als 56.000 Teilnehmer telefonierten seit mindestens zehn Jahren mit dem Handy. Es konnten keine Beweise dafür gefunden werden, dass diese Menschen über ein höheres Risiko verfügten, an Tumoren im Gehirn, im Auge, der Speicheldrüse oder an Leukämie zu erkranken. Tricia McKinney von der University of Leeds betonte, dass die Ergebnisse dieser Studie wichtig seien, da die Daten der Telefonanbieter analysiert wurden und man sich nicht auf die Erinnerung der Teilnehmer verließ. "Die große Anzahl an Teilnehmern bedeutet, dass man ein gewisses Vertrauen in diese Ergebnisse haben kann." Eine Studie des Institute of Cancer Research kam vor einigen Monaten ebenfalls zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Handynutzung und einem erhöhten Risiko an Gehirnkrebs zu erkranken gibt. Auch die Experten des Wissenschaftlichen Beirat Funk in Österreich bestätigten vergangene Woche nach Untersuchung neuester Studien den aktuellen Stand der Wissenschaft: Handystrahlung ist nicht gesundheitsgefährdend. Keine Tumorbildung oder Belastung des Nervensystems.