Generation 50plus - Fast jeder zweite Senior kauft online

10.10.2006 Fast die Hälfte der in Deutschland kauft regelmäßig im Internet ein. Die Best Ager belegen damit Platz drei der wichtigsten Onlineshopper. Auf den Plätzen eins und zwei liegen die 31 bis 40-jährigen (52 Prozent) und 14 bis 20-jährigen (50 Prozent). Das ist das Ergebnis der Studie "E-Shopping-Trend 2006" von novomind in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com. Die Zahl der älteren Verbraucher, die in den virtuellen Kaufhäusern einkaufen geht hat sich seit 2002 fast verdoppelt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Best Ager stehen Bücher (75 Prozent), gefolgt von Elektrogeräten (69 Prozent) und DVD/CD´s (44 Prozent). Die Geiz-ist-Geil-Mentalität wird dabei der jüngeren Generation überlassen. Während fast jeder dritte Einkäufer zwischen 21 bis 30 Jahren beim Unternehmen mit dem billigsten Angebot zugreift, sind es bei den 50plus-Kunden weniger als zehn Prozent. Die reife Klientel legt mehr Wert auf Qualität. Denn die Hälfte der über 50-jährigen kauft beim Anbieter mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Bei der Shopauswahl spielt darüber hinaus das Dienstleistungsangebot eine entscheidende Rolle. Ist der Service gut, sind zwei von fünf Senioren sogar bereit mehr für die Produkte auszugeben. Fast zwei von drei Best Agern legen dabei ganz besonderen Wert auf sichere Bezahlverfahren und günstige Lieferkonditionen. Ausländischen Anbietern stehen sie skeptisch gegenüber. Denn zwei von Fünf ziehen deutsche Online-Shops der internationalen Konkurrenz vor. Auch bei der Produktauswahl setzen die Senioren auf "Made in Germany". So findet es nur knapp jeder zehnte der über 50-jährigen interessant, dass er im Internet ausländische Artikel einkaufen kann, die im deutschen Einzelhandel nur schwer zu beziehen sind. Zum Vergleich: Jeder dritte Jugendliche zwischen 21 und 30 Jahren sieht hierin den Vorteil gegenüber dem stationären Handel. Ebenfalls unzufrieden sind die Best Ager mit der Warenpräsentation der Online-Shops. Fast zwei von drei Senioren bemängeln, dass sie die Produkte nicht anfassen oder anprobieren können. Zwei von Fünf wünschen sich daher Zoomfunktionen, um die Angebote genauer betrachten zu können.