Lexikon: Display

Im Bereich der Technik versteht man unter Display eine Anzeige zur Visualisierung von Zeichen. Allgemein hat sich der englische Begriff bei technischen Geräten eingebürgert. Bei Computern spricht man auch von “Bildschirm”. Bei Mobiltelefonen wird die Anzeige gemeinhin als “Display” bezeichnet. Die Anzeigetechnik wird stetig weiterentwickelt.


CSTN-Display

Das Kürzel CSTN steht für “Color Super Twist Nematic”. Dabei handelt es sich um sogenannte nematische Drehzellen, welche für die Anzeige auf einem LCD-Bildschirm sorgen. Im Fall des CSTN-Displays handelt es sich um eine Farbanzeige, die per Passivmatrix entsteht. Dies bedeutet, dass die einzelnen Bildpunkte bzw. die Flüssigkristalle des Bildschirms passiv angesteuert werden. In der Praxis sind CSTN-Displays zwar etwas schwächer hinsichtlich ihrer Wiedergabequalität, verbrauchen aber deutlich weniger Energie, wodurch der Akku geschont wird. Die geringere Wiedergabeleistung wird beim langsameren Bildaufbau deutlich.


LCD-Display

Die korrekte Übersetzung für diese Anzeige lautet “Flüssigkristallbildschirm”. LCD selbst ist ein englisches Kürzel für “Liquid Crystal Display”. Fälschlicherweise wird häufig von LCD-Display gesprochen. Eigentlich heißt es schlicht “das LCD” oder “LC-Display”. In den meisten modernen elektronischen Geräten kommen LCD in einfacher und komplexer Form zum Einsatz. Bei dieser Form der Anzeige werden Bilder dadurch erzeugt, dass flüssige Kristalle durch elektrische Spannung Licht polarisieren. Ein LCD ist in verschiedene Segmente aufgebaut, in welchen sich eine große Menge an Flüssigkristallen befindet. Durch die elektrische Spannung kann die Ausrichtung der Kristalle in den einzelnen Segmenten gesteuert werden. Hierdurch wird die Durchlässigkeit von polarisiertem Licht geregelt, welches durch eine Hintergrundbeleuchtung sowie Filter durch die Segmente geleitet wird. Bei LCDs, die beliebige Bilder anzeigen sollen, sind die einzelnen Segmente nach einem Raster geordnet. Man spricht dann von Pixeln bzw. Bildpunkten. Je höher die Anzahl dieser Bildpunkte ist, desto schärfer wird das Bild auf dem LCD.


OLED-Display

OLED steht für “organic light emitting diode”, was mit “organischer Leuchtdiode” übersetzt werden kann. Im Gegensatz zu LCDs funktionieren OLED-Displays ohne Hintergrundbeleuchtung. Während ein LCD wie ein Filter für das im Hintergrund entwickelte Licht wirkt, strahlen OLEDs selbst farbiges Licht aus. Für die Erzeugung von Bildern benötigen diese Displays keine Kristalle. Der große Vorteil von OLED-Displays besteht darin, dass sie sehr dünn sind und auf nahezu jedes Material gesetzt werden können. Ein Ziel der Entwicklung ist ein sogenanntes “Papierdisplay”, das einfach ausgerollt werden kann. Für Handybesitzer bieten OLEDs einen sehr hohen Kontrast, da sie ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Darüber hinaus benötigen diese Displays weniger Energie, wodurch der Akku geschont wird.


QCIF-Display

Unter QCIF (“Quarter Common Intermediate Format”) versteht man ein Videoformat, das für Handys genutzt wird. Entwickelt hat sich dieser Standard aus dem “Common Intermediate Format” (CIF). Dieser wurde in den späten 1980er und Anfang der 1990er Jahre für Videokonferenzen verwendet. CIF bedeutet ein Viertel der durchschnittlichen TV-Auflösung, dem sogenannten D1-Standard. QCIF ist wiederum ein Viertel des CIF-Formats und bietet demnach eine Auflösung von 174 x 144 Pixeln, d.h. Bildpunkten. Ein QCIF-Display unterstützt den TU H.261-Standard für Videokonferenzen.


Touchscreen

Ein Touchscreen ist eine Anzeige, die es ermöglicht, elektronische Geräte mittels Berührungen zu steuern. Moderne Handys verzichten häufig auf eine herkömmliche Tastatur. Stattdessen erfolgen die Texteingaben über das berührungsempfindliche Display. Man kann verschiedene Arten von Berührungsbildschirmen unterscheiden. In Handys kommen überwiegend kapazitive oder resistive Touchscreens zum Einsatz. Kapazitive Touchscreens können nur mit den Händen oder leitfähigen Stiften genutzt werden, was die Bedienung mit Handschuhen oder Handprothesen ausschließt. Da resistive Touchscreens auf Druck reagieren, lassen sie sich auch mit Handschuhen bedienen.


Megapixel

Das Wort Pixel ist ein Kunstwort, das sich aus den englischen Begiffen “picture” (Bild) und “element” zusammensetzt. Eine andere Bezeichnung für Pixel ist auch Bildpunkt. Ein Pixel selbst ist die kleinste bildkonstituierende Einheit eines Displays. Je höher die Anzahl dieser Bildpunkte, desto detailgetreuer ist das Bild. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Auflösung. So setzt sich ein grobkörniges Bild aus weniger Pixeln, also Bildpunkten zusammen. Umgangssprachlich verwendet man dann den Begriffe “verpixelt”. “Mega” ist ein Vorsatz für eine Maßeinheit und hat den Wert 106. Ein Megapixel sind demnach eine Million Bildpunkte.